Gegen den Strich gebürstetes Boxer-Drama um einen gefallenen Athlethen in New York - formal stringent, subtil und höchst atmosphärisch
Einst ließ sich Bud Gordon als Boxer feiern. Nun wohnt er gemeinsam mit seiner Freundin in einer einfachen Wohnung in New Jersey und sehnt sich nach dem Ruhm vergangener Tage. Bud will wieder mitmischen - und lässt sich auf Geschäfte mit einem korrupten Gastwirt ein. Und das geht nicht ohne Schwierigkeiten einher, die Buds Moral auf den Prüfstand stellen...
Mit seinem modernen Film Noir betreibt Regisseur Noah Buschel eine angenehm unaufgeregte Dekonstruktion des klassischen Boxer-Dramas. Statt auf schweißtreibende Action im Ring setzt das Werk auf eine unterkühlte, literarisch anmutende Tragik im urbanen Raum New Yorks. Im Zentrum steht Bud Gordon, grandios verkörpert von Corey Stoll, dessen physische Präsenz im Kontrast zu seiner moralischen Fragilität steht. Buschel inszeniert die Geschichte eines gefallenen Athleten, der sich auf einen Pakt mit dem Teufel (brillant schmierig: Billy Crudup) einlässt, mit einer fast schon theatralischen Strenge.
Die korrespondierende Bildsprache von Kameramann Ryan Samul besticht dabei durch statisch-distanzierte Einstellungen, die an Edward Hoppers melancholische Gemälde erinnern. Gepaart mit den geschliffenen Dialogen der Darsteller entfaltet sich ein intellektuelles Kriminaldrama, das die Unausweichlichkeit des moralischen Verfalls seziert.
Einst ließ sich Bud Gordon als Boxer feiern. Nun wohnt er gemeinsam mit seiner Freundin in einer einfachen Wohnung in New Jersey und sehnt sich nach dem Ruhm vergangener Tage. Bud will wieder mitmischen - und lässt sich auf Geschäfte mit einem korrupten Gastwirt ein. Und das geht nicht ohne Schwierigkeiten einher, die Buds Moral auf den Prüfstand stellen...
Mit seinem modernen Film Noir betreibt Regisseur Noah Buschel eine angenehm unaufgeregte Dekonstruktion des klassischen Boxer-Dramas. Statt auf schweißtreibende Action im Ring setzt das Werk auf eine unterkühlte, literarisch anmutende Tragik im urbanen Raum New Yorks. Im Zentrum steht Bud Gordon, grandios verkörpert von Corey Stoll, dessen physische Präsenz im Kontrast zu seiner moralischen Fragilität steht. Buschel inszeniert die Geschichte eines gefallenen Athleten, der sich auf einen Pakt mit dem Teufel (brillant schmierig: Billy Crudup) einlässt, mit einer fast schon theatralischen Strenge.
Die korrespondierende Bildsprache von Kameramann Ryan Samul besticht dabei durch statisch-distanzierte Einstellungen, die an Edward Hoppers melancholische Gemälde erinnern. Gepaart mit den geschliffenen Dialogen der Darsteller entfaltet sich ein intellektuelles Kriminaldrama, das die Unausweichlichkeit des moralischen Verfalls seziert.