Und draußen tobt der Krieg. Ein intensives, großartig besetztes und preisgekröntes Kammerspiel mit Hiam Abbass („Lemon Tree“)
Ein alter Mann steht rauchend am Fenster. Zwei Mädchen streiten sich, wer als erste ins Badezimmer darf. Die Mutter bereitet das Frühstück zu. Und ein junges Paar betrachtet glücklich das schlafende Neugeborene. Doch das Bild trügt: Die Menschen in diesen vermeintlich sicheren "vier Wänden" befinden sich in Damaskus, während des syrischen Bürgerkriegs.
Die resolute Hausfrau Oum Yazan (Hiam Abbass) hält in dem Apartment ihre Familie aus Schwiegervater und drei Kindern sowie andere Schutzsuchende versteckt. Das Unheil lauert außerhalb der Wände: Detonationen, Helikopter und Scharfschützen bestimmen das Leben. Fenster sind verhangen, Wasser und Strom knapp.
"Innen Leben" ist ein emotional aufwühlendes Kammerspiel über die Zivilbevölkerung im syrischen Bürgerkrieg. Es zeigt mit fast dokumentarischer Direktheit, wie Kriegspassivität in einer Wohnung zur existenziellen, psychischen Belastung und zur moralischen Zerreißprobe wird. Mit seinem eindringlichen Film feierte Regisseur Philippe Van Leeuw auf der Berlinale 2017 Premiere - und errang dort, trotz des schweren Themas, den Publikumspreis der Panorama-Sektion.
Ein alter Mann steht rauchend am Fenster. Zwei Mädchen streiten sich, wer als erste ins Badezimmer darf. Die Mutter bereitet das Frühstück zu. Und ein junges Paar betrachtet glücklich das schlafende Neugeborene. Doch das Bild trügt: Die Menschen in diesen vermeintlich sicheren "vier Wänden" befinden sich in Damaskus, während des syrischen Bürgerkriegs.
Die resolute Hausfrau Oum Yazan (Hiam Abbass) hält in dem Apartment ihre Familie aus Schwiegervater und drei Kindern sowie andere Schutzsuchende versteckt. Das Unheil lauert außerhalb der Wände: Detonationen, Helikopter und Scharfschützen bestimmen das Leben. Fenster sind verhangen, Wasser und Strom knapp.
"Innen Leben" ist ein emotional aufwühlendes Kammerspiel über die Zivilbevölkerung im syrischen Bürgerkrieg. Es zeigt mit fast dokumentarischer Direktheit, wie Kriegspassivität in einer Wohnung zur existenziellen, psychischen Belastung und zur moralischen Zerreißprobe wird. Mit seinem eindringlichen Film feierte Regisseur Philippe Van Leeuw auf der Berlinale 2017 Premiere - und errang dort, trotz des schweren Themas, den Publikumspreis der Panorama-Sektion.