Ein Siedlungsprogramm für arme Mitglieder der Landbevölkerung unter dem spanischen Diktator Franco sollte treue Gefolgsleute des Regimes hervorbringen
17. Juli 1936: Der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg beginnt mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Emilio Mola und Francisco Franco in Spanisch-Marokko. Im Ergebnis dieses Bürgerkrieges errichtet Franco eine Diktatur, die ganz auf ihn als Führer zugeschnitten ist. Sie endet erst mit Francos Tod 1975 - und ist bis heute nur unzureichend aufgearbeitet.
In den Jahren von Francos Herrschaft werden in ganz Spanien etwa 300 neue Dörfer mit Modellcharakter gegründet. Ziel ist die Ansiedlung verarmter Bauern - und eine Eindämmung der zunehmenden Landflucht. Die neuen Siedler sollen die Fruchtbarkeit der kargen spanischen Landschaft erhöhen. Außerdem hofft das Regime, durch die Landvergabe eine Schicht treuer Gefolgsleute zu bilden: fleißig sollen die neuen Bauern sein, gottesfürchtig und regimetreu.
Der zwischen 2008 und 2012 von den Grimme-Preisträgern Lucía Palacios und Dietmar Post gedrehte Dokumentarfilm Die Siedler Francos zeichnet ein detailliertes Porträt des 1955 gegründeten Dorfes Llanos del Caudillo (Die Ebenen des Führers). Die Entwicklung der kleinen Gemeinde wird eingebettet in den allgemeinen Kontext der spanischen Geschichte von Francos Machtergreifung bis hinein in die Gegenwart. Gespräche mit den heutigen Bewohnern, ehemaligen Lehrern, Verwaltern, Ingenieuren, Politikern, Historikern und Soziologen wechseln sich ab mit teilweise noch nie gezeigtem Archivmaterial.
Im Zentrum steht die Frage nach dem Umgang mit dem Erbe der Diktatur. Ein Erbe, welches die spanische Gesellschaft bis heute tief spaltet.
17. Juli 1936: Der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg beginnt mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Emilio Mola und Francisco Franco in Spanisch-Marokko. Im Ergebnis dieses Bürgerkrieges errichtet Franco eine Diktatur, die ganz auf ihn als Führer zugeschnitten ist. Sie endet erst mit Francos Tod 1975 - und ist bis heute nur unzureichend aufgearbeitet.
In den Jahren von Francos Herrschaft werden in ganz Spanien etwa 300 neue Dörfer mit Modellcharakter gegründet. Ziel ist die Ansiedlung verarmter Bauern - und eine Eindämmung der zunehmenden Landflucht. Die neuen Siedler sollen die Fruchtbarkeit der kargen spanischen Landschaft erhöhen. Außerdem hofft das Regime, durch die Landvergabe eine Schicht treuer Gefolgsleute zu bilden: fleißig sollen die neuen Bauern sein, gottesfürchtig und regimetreu.
Der zwischen 2008 und 2012 von den Grimme-Preisträgern Lucía Palacios und Dietmar Post gedrehte Dokumentarfilm Die Siedler Francos zeichnet ein detailliertes Porträt des 1955 gegründeten Dorfes Llanos del Caudillo (Die Ebenen des Führers). Die Entwicklung der kleinen Gemeinde wird eingebettet in den allgemeinen Kontext der spanischen Geschichte von Francos Machtergreifung bis hinein in die Gegenwart. Gespräche mit den heutigen Bewohnern, ehemaligen Lehrern, Verwaltern, Ingenieuren, Politikern, Historikern und Soziologen wechseln sich ab mit teilweise noch nie gezeigtem Archivmaterial.
Im Zentrum steht die Frage nach dem Umgang mit dem Erbe der Diktatur. Ein Erbe, welches die spanische Gesellschaft bis heute tief spaltet.