Zum 100. Geburtstag der Regie-Legende der DEFA - und des Namensgebers der renommierten Filmuniversität Babelsberg
Regisseur und Drehbuchautor Konrad Wolf (20.10.1925-7.3.1982) zählt zu den bedeutendsten europäischen Filmkünstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Filme entstanden beim DEFA-Studio für Spielfilme, Teil des staatlichen Filmstudios der DDR. Er gehörte zu den weltweit bekanntesten DDR-Regisseuren der 1960er und 1970er Jahre und wurde mit zahlreichen auch internationalen Preise ausgezeichnet.
Zu seinen festen Partnern zählten die Autoren Karl Georg Engel und Paul Wiens sowie, seit seinem autobiografisch gefärbten Film "Ich war neunzehn" (1967), Wolfgang Kohlhaase. Auch mit Kameramann Werner Bergmann arbeitete Wolf bis auf wenige Ausnahmen fest zusammen. Besonders interessant ist der Beitrag von Angel Wagenstein: Wolf traf den bulgarischen Ex-Partisanen an der Moskauer Filmakademie VGIK. Beide Künstler waren von den psychischen Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt - wie auch von der Idee, dass Kunst die Gesellschaft verändern könne. Wagenstein schrieb das Drehbuch zu Wolfs Adaption von "Der kleine Prinz". Aus ihrer lebenslangen Freundschaft entstanden außerdem Wolfs Filme "Sterne" und "Goya"; außerdem schrieb mit Wagenstein zusammen mit Herrmann Zschoche das Drehbuch zu Zschoches DEFA-Film "Eolomea".
Wolfs Filme waren zutiefst von seiner Lebensgeschichte geprägt. Er war acht Jahre als, als er im März 1934 mit seiner Familie nach Moskau übersiedelte. "Als 19-Jähriger kehrt er in der Uniform der Roten Armee zurück. Die Jahre in der Sowjetunion prägen Anschauung und Lebensgefühl. Früh politisch sozialisiert, bleibt Konrad Wolf auch später den kommunistischen Idealen treu, stellt aber immer auch kritische Fragen. Neben seiner Arbeit als Regisseur übernimmt er zahlreiche (kultur-)politische Funktionen, ein schwieriger Spagat." (DEFA-Stiftung, Foto: DEFA-Stiftung)
1985 wurde der Filmhochschule Babelsberg der Ehrenname "Konrad Wolf" verliehen, im Gedenken an den 1982 verstorbenen Regisseur und Präsidenten der Akademie der Künste der DDR. Nach ihrer formellen Umbenennung 1990 in Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg (HFF) sowie der am 8. Juli 2014 erfolgten Umwandlung zur Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf blieb der Namenszusatz erhalten.
Regisseur und Drehbuchautor Konrad Wolf (20.10.1925-7.3.1982) zählt zu den bedeutendsten europäischen Filmkünstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Filme entstanden beim DEFA-Studio für Spielfilme, Teil des staatlichen Filmstudios der DDR. Er gehörte zu den weltweit bekanntesten DDR-Regisseuren der 1960er und 1970er Jahre und wurde mit zahlreichen auch internationalen Preise ausgezeichnet.
Zu seinen festen Partnern zählten die Autoren Karl Georg Engel und Paul Wiens sowie, seit seinem autobiografisch gefärbten Film "Ich war neunzehn" (1967), Wolfgang Kohlhaase. Auch mit Kameramann Werner Bergmann arbeitete Wolf bis auf wenige Ausnahmen fest zusammen. Besonders interessant ist der Beitrag von Angel Wagenstein: Wolf traf den bulgarischen Ex-Partisanen an der Moskauer Filmakademie VGIK. Beide Künstler waren von den psychischen Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt - wie auch von der Idee, dass Kunst die Gesellschaft verändern könne. Wagenstein schrieb das Drehbuch zu Wolfs Adaption von "Der kleine Prinz". Aus ihrer lebenslangen Freundschaft entstanden außerdem Wolfs Filme "Sterne" und "Goya"; außerdem schrieb mit Wagenstein zusammen mit Herrmann Zschoche das Drehbuch zu Zschoches DEFA-Film "Eolomea".
Wolfs Filme waren zutiefst von seiner Lebensgeschichte geprägt. Er war acht Jahre als, als er im März 1934 mit seiner Familie nach Moskau übersiedelte. "Als 19-Jähriger kehrt er in der Uniform der Roten Armee zurück. Die Jahre in der Sowjetunion prägen Anschauung und Lebensgefühl. Früh politisch sozialisiert, bleibt Konrad Wolf auch später den kommunistischen Idealen treu, stellt aber immer auch kritische Fragen. Neben seiner Arbeit als Regisseur übernimmt er zahlreiche (kultur-)politische Funktionen, ein schwieriger Spagat." (DEFA-Stiftung, Foto: DEFA-Stiftung)
1985 wurde der Filmhochschule Babelsberg der Ehrenname "Konrad Wolf" verliehen, im Gedenken an den 1982 verstorbenen Regisseur und Präsidenten der Akademie der Künste der DDR. Nach ihrer formellen Umbenennung 1990 in Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg (HFF) sowie der am 8. Juli 2014 erfolgten Umwandlung zur Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf blieb der Namenszusatz erhalten.
Regisseur und Drehbuchautor Konrad Wolf (20.10.1925-7.3.1982) zählt zu den bedeutendsten europäischen Filmkünstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Filme entstanden beim DEFA-Studio für Spielfilme, Teil des staatlichen Filmstudios der DDR. Er gehörte zu den weltweit bekanntesten DDR-Regisseuren der 1960er und 1970er Jahre und wurde mit zahlreichen auch internationalen Preise ausgezeichnet.
Zu seinen festen Partnern zählten die Autoren Karl Georg Engel und Paul Wiens sowie, seit seinem autobiografisch gefärbten Film "Ich war neunzehn" (1967), Wolfgang Kohlhaase. Auch mit Kameramann Werner Bergmann arbeitete Wolf bis auf wenige Ausnahmen fest zusammen. Besonders interessant ist der Beitrag von Angel Wagenstein: Wolf traf den bulgarischen Ex-Partisanen an der Moskauer Filmakademie VGIK. Beide Künstler waren von den psychischen Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt - wie auch von der Idee, dass Kunst die Gesellschaft verändern könne. Wagenstein schrieb das Drehbuch zu Wolfs Adaption von "Der kleine Prinz". Aus ihrer lebenslangen Freundschaft entstanden außerdem Wolfs Filme "Sterne" und "Goya"; außerdem schrieb mit Wagenstein zusammen mit Herrmann Zschoche das Drehbuch zu Zschoches DEFA-Film "Eolomea".
Wolfs Filme waren zutiefst von seiner Lebensgeschichte geprägt. Er war acht Jahre als, als er im März 1934 mit seiner Familie nach Moskau übersiedelte. "Als 19-Jähriger kehrt er in der Uniform der Roten Armee zurück. Die Jahre in der Sowjetunion prägen Anschauung und Lebensgefühl. Früh politisch sozialisiert, bleibt Konrad Wolf auch später den kommunistischen Idealen treu, stellt aber immer auch kritische Fragen. Neben seiner Arbeit als Regisseur übernimmt er zahlreiche (kultur-)politische Funktionen, ein schwieriger Spagat." (DEFA-Stiftung, Foto: DEFA-Stiftung)
1985 wurde der Filmhochschule Babelsberg der Ehrenname "Konrad Wolf" verliehen, im Gedenken an den 1982 verstorbenen Regisseur und Präsidenten der Akademie der Künste der DDR. Nach ihrer formellen Umbenennung 1990 in Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg (HFF) sowie der am 8. Juli 2014 erfolgten Umwandlung zur Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf blieb der Namenszusatz erhalten.